Vorheriger Vorschlag

Autofreier Sonntag in der Stadt

Diese Maßnahme möchte das Bewusstseins für Alternativen in der Mobilität stärken.

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Nächster Vorschlag

Verbesserung des Liniennetzes im ÖPNV

Durch die Erhöhung der Nutzung des ÖPNV, die Verringerung des PKW-Individualverkehrs, Anbindung des ländlichen Raums (Rufbusse, P&R) und eine Taktungsoptimierung soll eine Emissions- und Schadstoffverminderung erreicht werden.

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Stadt-Maut

Durch eine Reduktion des Individualverkehrs in Ballungsräumen soll eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen herbeigeführt werden.

Wen betrifft die Maßnahme?
Jeden, der am motorisierten Individualverkehr in den Ballungsräumen teilnimmt; Ausgeschlossen sind: Lieferverkehr, städtische Betriebe (Polizei, Krankenwagen…) und Handwerksbetriebe

Wo wird die Maßnahme umgesetzt?
Innerhalb der Stadtgrenzen abhängig von einer bestimmten Größe (50.000 – 100.000)

Wie wird die Maßnahme umgesetzt?

  • Vignettenverkauf gestaffelt nach Aufenthaltszeit, Zonen nach Radius (City und Vororte) und Emissionsklassen
  • Einnahmen zweckgebunden für den Umweltschutz innerhalb der Stadt (mind. 50 % Ausbau des ÖPNV) verwenden
  • Pendler durch kostenlose oder Zuschüsse für den ÖPNV unterstützen

Welche Bedenken gibt es?

  • Erhöhung der Abgabenlast
  • Bürokratie und hoher Aufwand

Welche Wechselwirkungen gibt es?
Ausbau des ÖPNVs muss gestärkt werden

Erste Einschätzung des Forschungsinstituts adelphi:

Das unabhängige Forschungsinstitut adelphi hat den Vorschlag in Bezug auf Effektivität, Effizienz, Kosten sowie juristische und technische Umsetzbarkeit analysiert und Ansätze für eine Präzisierung der Maßnahme beschrieben. Diese geben Orientierung für eine Einordnung der Maßnahme im Gesamtkontext der Stickstoffminderung.

Die Maßnahme einer Stadt-Maut kann direkt zur Reduktion von Stickstoffemissionen führen, in diesem Fall Stickoxide (NOX). Durch höhere Preise wird das Autofahren in der Innenstadt unattraktiver und es kommt zu einer Reduktion des Verkehrs. Das Modell einer Stadt- oder City-Maut wurde im Ausland bereits erfolgreich eingeführt. Prominente Beispiele sind Singapur, London oder Stockholm. Eine Umsetzung in deutschen Städten wird ebenfalls seit längerem diskutiert, aber bisher nicht in der Praxis realisiert. Für Hamburg wurde 2011 beispielsweise eine Grundsatzstudie erstellt, die ein mögliches Konzept der City-Maut analysiert.

Die vorgeschlagene Maßnahme soll durch ein Vignetten-System, also durch ein zeitabhängiges Maut-System umgesetzt werden. Hieraus ergibt sich eine mittlere Wirksamkeit der Maßnahme. Die Wirksamkeit könnte erhöht werden, wenn stattdessen eine fahrleistungsabhängige Variante umgesetzt würde. Eine weitere Stellschraube, die noch zu bestimmen wäre und die Wirksamkeit zentral beeinflusst, ist die Höhe der Maut. Diese Studie vergleicht verschiedene Mautsysteme.

Je nach Ausgestaltung der Maut kann das Preis-Leistungs-Verhältnis als eher günstig bewertet werden. Der technisch-bürokratisch Aufwand für eine Maut auf Basis eines Vignettensystems ist mittel bis gering.

Sie können diesen Maßnahmenvorschlag im Folgenden mit einer 5-Sterne-Skala bewerten: Wie wichtig ist es Ihnen, dass die Maßnahme umgesetzt wird?

***** Mir ist es sehr wichtig, dass diese Maßnahme umgesetzt wird.

**** Mir ist es wichtig, dass diese Maßnahme umgesetzt wird.

*** Ich stehe der Umsetzung der Maßnahme neutral gegenüber.

** Ich halte die Umsetzung der Maßnahme für nachrangig.

* Ich halte die Umsetzung der Maßnahme für irrelevant.

Kommentare

Eine City-Maut und Parkraumver-knappung/verteuerung macht Sinn, insbesondere wenn die Gelder hieraus zur Stärkung/Verbesserung des örtlichen ÖPNV verwendet werden.

Bitte die Einnahmen für ÖPNV Ausbau und Verbesserung fest einplanen!

In dem Zusammenhang können dann Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt werden

Eine Maut kann gezielt dort eingesetzt werden, wo die Belastungen hoch sind. Die ländliche Bevölkerung wäre hier - im Gegensatz zum Sonntagsfahrverbot - außen vor. Deshalb aus meiner Sicht sehr effektiv.