Wie läuft der Bürgerdialog ab?

Der Bürgerdialog sieht mehrere Beteiligungsschritte vor.

Diese Grafik zeigt den Ablauf des Bürgerdialogs und die Schritte, die dabei durchgelaufen werden.

1. Bürger*innen einladen

Der Dialogprozess beginnt mit der Einladung von Bürger*innen für die Regionalkonferenzen. In vier Regionen werden insgesamt knapp 10.000 Bürger*innen auf Grundlage einer Gruppenauskunft aus den Melderegistern angeschrieben. Für die vier Regionalkonferenzen sollen insgesamt 200 Teilnehmer*innen gewonnen werden.

Die angeschriebenen Bürger*innen werden gebeten Ihr Interesse an einer Teilnahme zu melden und werden anschließend in Gruppen eingeteilt. Die Gruppen werden auf Basis folgender Merkmale gebildet:  Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss, Beteiligungserfahrung sowie Nähe zum Thema. Aus diesen Gruppen werden dann die Teilnehmer*innen ausgelost, so dass auf den Veranstaltungen „ein Querschnitt der Bevölkerung“ repräsentiert ist. Ziel ist es, möglichst viele Perspektiven in den Dialog einzubringen.

2. Vier Regionalkonferenzen

Die ausgelosten Personen werden dann zu der themenspezifischen Konferenz in ihrer Region eingeladen. In den Regionalkonferenzen erarbeiten und diskutieren diese Bürger*innen mögliche Maßnahmenvorschläge zur Stickstoffminderung. Pro Regionalkonferenz werden dann je sechs Delegierte auf freiwilliger Basis bestimmt, um die Ergebnisse auf der Delegiertenkonferenz zusammenzutragen.

3. Delegiertenkonferenz

Alle Delegierten werden zu einer gemeinsamen Konferenz eingeladen. Auf der Grundlage der Vorschläge, die während der Regionalkonferenzen eingebracht wurden, erarbeiten die delegierten Bürger*innen einen Bürgerratschlag und geben ihre Empfehlungen für die Ausgestaltung der Maßnahmen ab.

4. Wissenschaftliche Kommentierung

Die Empfehlungen der Bürger*innen werden u.a. in Bezug auf Effektivität, Effizienz, Kosten sowie juristische und technische Umsetzbarkeit geprüft und kommentiert.

5. Online-Bewertung

Die nun wissenschaftlich kommentierten Vorschläge werden allen Teilnehmer*innen der Regionalkonferenzen in einem Onlineverfahren zurückgespielt und von ihnen in Bezug auf Akzeptanz abschließend bewertet und priorisiert.

6. Übergabe der Empfehlungen

Die Delegierten übergeben die Empfehlungen im Frühjahr 2020 an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Kernaussagen des Bürgerdialogs werden vom Bundesministerium im Aktionsprogramm berücksichtigt.

7. Abschlussveranstaltung

Auf einer Abschlussveranstaltung im Herbst 2020 diskutiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit den Bürger*innen und der Fachöffentlichkeit die Ergebnisse des Bürgerdialoges und ihre Einbindung in die Erarbeitung des Aktionsprogramms.