Wie läuft der Bürgerdialog ab?

Der Bürgerdialog sieht mehrere Beteiligungsschritte vor.

1. Bürger*innen einladen

Der Dialogprozess begann mit der Einladung von Bürger*innen für die Regionalkonferenzen. In vier Regionen wurden insgesamt knapp 10.000 Bürger*innen auf Grundlage einer Gruppenauskunft aus den Melderegistern angeschrieben. Für die vier Regionalkonferenzen sollten insgesamt 200 Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Perspektiven gewonnen werden. Knapp 140 Bürger*innen nahmen an den Regionalkonferenzen teil.

2. Vier Regionalkonferenzen

Die interessierten Personen wurden dann zu der themenspezifischen Konferenz in ihrer Region eingeladen. In den eintägigen Regionalkonferenzen erarbeiteten und diskutierten diese Bürger*innen mögliche Maßnahmenvorschläge zur Stickstoffminderung. Pro Regionalkonferenz konnten Teilnehmer*innen Ihr Interesse für eine Teilnahme an der Delegiertenkonferenz melden. Es wurden dann je sechs Delegierte gelost, um die Ergebnisse der Veranstaltungen zusammenzutragen.

3. Delegiertenkonferenz

Alle Delegierten wurden zu einer gemeinsamen zweitägigen Konferenz eingeladen. Auf der Grundlage der Vorschläge, die während der Regionalkonferenzen eingebracht wurden, erarbeiteten die delegierten Bürger*innen einen Bürger*innenratschlag und gaben ihre Empfehlungen für die Ausgestaltung der Maßnahmen ab.

4. Wissenschaftliche Kommentierung

Die Empfehlungen der Bürger*innen wurden vom wissenschaftlichen Partner des Projekts u.a. in Bezug auf Effektivität, Effizienz, Kosten sowie juristische und technische Umsetzbarkeit geprüft und kommentiert.

5. Online-Bewertung

Die nun wissenschaftlich kommentierten Vorschläge wurden allen Teilnehmer*innen der Regionalkonferenzen in einem Onlineverfahren zurückgespielt und von ihnen in Bezug auf Relevanz abschließend bewertet.

6. Übergabe der Empfehlungen

Die Teilnehmer*innen übergeben die Empfehlungen in Form eines Bürger*innenratschlags am 12. Februar 2020 an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

7. Abschlussveranstaltung

Auf einer Abschlussveranstaltung im Herbst 2020 gibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit den Bürger*innen Rückmeldung, inwieweit die Ergebnisse des Bürgerdialoges im Aktionsprogramm zur integrierten Stickstoffminderung berücksichtigt werden konnten.