Das Bild zeigt die Bundesministerin Svenja Schulze sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übergabeveranstaltung in Berlin.

Übergabeveranstaltung in Berlin

 12. Feb. 2020

Nach vier Regionalkonferenzen, einer Delegiertenkonferenz und einer finalen zweiwöchigen Online-Bewertung der Maßnahmen folgte am 12. Februar 2020 mit der Übergabe des Bürgerratschlags an die Bundesumweltministerin ein wichtiger Meilenstein des Dialogprozesses. Dazu lud das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Teilnehmenden des Bürgerinnendialogs in den Sitz des Ministeriums nach Berlin ein. 21 Teilnehmende folgten der Einladung.

Die Bürgerinnen und Bürger übergaben Bundesumweltministerin Svenja Schulze den ausgearbeiteten Bürgerinnenratschlag und stellten in einem Kurzvortrag ihre Kernbotschaften dar. Im anschließenden Gespräch beantwortete die Ministerin Fragen zur weiteren Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen und sammelte Feedback zur Ausgestaltung des Bürgerdialogs. Die Bundesministerin betonte, dass der Bürgerdialog einen wichtigen Baustein darstellt, um das Problembewusstsein für das Thema Stickstoff in der Bevölkerung zu schärfen. In ihrem Grußwort zeigte sie sich beeindruckt von den vielfältigen Maßnahmenvorschlägen und Ideen, die von Seiten der Teilnehmenden zur Lösung des Umweltproblems „Stickstoffemissionen“ formuliert wurden. Sie stellte fest, dass dieses Thema vergleichsweise komplex und herausfordernd ist.

Die Kernpunkte der Diskussion zwischen Bundesministerin, den Bürgerinnen und den Bürgern waren der Austausch zum Umgang mit Stickstoffemissionen im Bereich der Landwirtschaft und die Emissionen aus der grenzüberschreitenden Schifffahrt. Zudem wurde die Relevanz von Information und Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger - über die Schulbildung hinausgehend - vor allem im Hinblick auf das Potential bei Konsumgewohnheiten betont. Die Teilnehmenden stellten außerdem Fragen zum weiteren Vorgehen bei der Erarbeitung des „Aktionsprogramms zur integrierten Stickstoffminderung“ und zum Umsetzungspotential ihrer Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden die kommenden Verfahrensschritte und politischen Verhandlungsprozesse mit anderen Ministerien verdeutlicht.

Die Teilnehmenden hoben die positiven Eindrücke und Wirkungen des Dialogs hervor: Es sei auf ein besonderes relevantes Thema aufmerksam gemacht worden. Sie haben viel über die Problematik gelernt und dabei Wechselwirkungen und Herausforderungen, vor allem hinsichtlich der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Umsetzbarkeit von Maßnahmen, erkannt. Die Teilnehmenden zeigten großes Engagement und Motivation sich weiterhin für das Thema stark zu machen und als Multiplikatoren in ihrem Umfeld zu wirken.

Die Veranstaltung wurde durch eine Führung durch das geschichtsträchtige Gebäude abgerundet.

Hinweis: Dieser Text wechselt zwischen der männlichen und weiblichen Form, um den Anforderungen der gendergerechten und barrierefreien Sprache zu entsprechen.